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Lärm & Ruhe

Bauen & Lärm

Da vermehrt innerhalb der bestehenden Siedlung gebaut wird und nicht mehr am Siedlungsrand auf der grünen Wiese kommt der Lärmschutz auch häufiger zu tragen. Grundsätzlich können Gebäude dann bewilligt werden, wenn die Imissionsgrenzwerte (IGW) am offenen Fenster von lärmempfindlichen Wohnräumen eingehalten werden können. Der Einbau von Lärmschutzfenstern ist deshalb keine Lärmschutzmassnahme.


Massnahmen gegen Lärm

In lärmbelasteten Gebieten kann es vorkommen, dass die Imissionsgrenzwerte überschritten werden. In diesem Fall müssen Massnahmen zum Lärmschutz getroffen werden.

Mit baulichen Massnahmen zwischen der Lärmquelle und dem Gebäude, welche als Hinderniss wirken, können die Lärmimissionen verringert werden. Das klassische Beispiel dafür ist eine Lärmschutzwand. Diese können jedoch negative Auswirkungen auf das Orts bild haben. Auch mit Nebengebäuden, wie Garagen oder Gartenhäusern lassen sich die selbe Wirkung erzielen.

Mit einer Anpassung des Grundrisses kann die Immission an Fenstern von lärmempfindlichen Räumen vermindert werden. Seitlich zur Quelle angeordnete Fenster weisen eine um 3 dB geringere Belastung auf. Noch tiefer sind die Werte auf der lärmabgewandten Seite. Wohnräume und Schlafzimmer sind also so anzuordnen, dass sie Fenster in der lärmabgewandten Seite haben. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen sind durchgehende Räume.

Ebenfalls kann die Anordnung der Gebäude zueinander zu Abschirmungen führen. Ein Gebäuderiegel, bevorzugt mit weniger empfindlicher Nutzung kann die dahinter liegenden Gebäude vom Lärm abschirmen. Gerade bei Situationen, in denen der Lärm von mehreren Seite kommt, können sich halb oder vollständig geschlossen Gebäudeformen (Blockrandbebauungen) anbieten. Dadurch entstehen ruhige Innenhöfe. Problematisch können jedoch Wohnungen in den Ecken solcher Gebäude sein.

Eine weitere Möglichkeit sind gestalterische Massnahmen am Gebäude selbst. Balkone und Loggien können in den Obergeschossen, wenn sie nahe der Lärmquelle liegen, lärmreduzierend wirken. Eine geeignete Gestaltung ist dafür jedoch wichtig. Mittels eines Atriums (Innenhofs) können zusätzliche Fenster für eine bessere Belüftung und Beleuchtung sorgen. Übersteigt die Lärmbelastung seitlich angeordneter Fenster immernoch den Immissionsgrenzwert, kann die seitliche Fassade in Form eines Erkers erweitert werden. Damit können Fenster lärmabgewandt zu liegen kommen.